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Bessere Vorschaugrafik dank PDF

Druckqualität im Vorschaufenster verspricht die Herbst-Release 2007.Q3 von FondsDok bei Grafiken. Hier zeigen wir welche Vorteile es bringt und was technisch dahinter steckt.

by Roman Jansen-Winkeln posted at 2007-10-16 20:19 last modified 2009-03-09 14:40
Vorschau auf PDF

Erwartungsvolle Gesichter beim ersten Blick auf die neuen Grafiken des Herbstberichts bei der Union Investment. Im Arbeitsfenster von FondsDok leuchtet groß und kräftig die Tortengrafik für die Zusammensetzung des Fonds auf - als PDF. Die neue Vorschau löst bei den Betrachtern Begeisterung aus.

Die neue PDF-Grafik sieht genauso aus wie gedruckt! Aber nicht nur das: die neue Vorschaugrafik ist viel größer als die bisherige und der Aufbau gelingt deutlich schneller.

Hintergrund ist der erste Roll-Out der überarbeiteten Grafikerzeugung in der Herbst-Release 2007.Q3 von FondsDok.  Darin wird die bisher zweigleisige Grafikerzeugung in SVG und EPS zugunsten einer einheitlichen PDF-Generierung aufgegeben.  "Das macht unsere Lösung im Betrieb deutlich schlanker." erklärt der verantwortliche Entwicklungsleiter Nils Weinzierl. Das bisher benötigte Browser-PlugIn für SVGs wird überflüssig. "FondsDok setzt konsequent auf Visualisierung mit Acrobat PDF. Es geht uns um die hochqualitative Druckvorschau."

Und unsere Nutzer sind zufrieden. Sie wissen jetzt mit 100%-Sicherheit: die Grafik, die sie am Bildschirm sehen, werden sie auch exakt so in der Druckvorlage ihres Rechenschaftsberichts und ihres Verkaufsprospekts wiederfinden.

Im zweiten Teil lesen Sie mehr über die technischen Hintergründe und die Reimplementierung der FondsDok-Grafikerzeugung.Nils Weinzierl

Technische Einzelheiten

Bisher arbeiteten in FondsDok zwei parallele Algorithmen für die Grafikerzeugung: ein Algorithmus für die Web-Vorschau in SVG und einer für die Druckvorschau in EPS. Alle Änderungen mussten doppelt vorgenommen werden und in Details reagierten die Algorithmen manchmal unterschiedlich. Beispiele: osteuropäische Buchstaben oder Farbräume.

Der neue Algorithmus verwendet die formatübergreifende Bibliothek ReportLab. ReportLab ist ein sehr empfehlenswertes Open-Source Werkzeug. Es umfasst eine vollständige Grafik-API in Python, mit der sich professionelle Vektorgrafiken programmieren lassen. Die formatspezifische Ausgabe übernimmt der ReportLab-Renderer. O-Ton Web-Site: "...not only in PDF, but also in EPS and in a variety of bitmap formats including JPEG, PNG, GIF, BMP and PICT.".

Wir verwenden den PDF-Renderer und profitieren davon vielfältig:

  • ReportLab und PDFs haben ein sicheres Font-Handling. Sie beherrschen UTF-8 Fonts, insbesondere die in FrameMaker bis zur Version 7 oft unangenehmen osteuropäischen Sonderzeichen. Da stolperte auch EPS im Zusammenspiel mit FrameMaker gelegentlich.
  • ReportLab hat seine Hausaufgaben im Farbmanagement gemacht. Grafiken in ReportLab kennen schwarzweiss, RGB- und CMYK-Farbräume. Und die daraus erzeugten PDF behalten diese Information im Zusammenspiel mit der FrameMaker-Farbseparation. s/w-Grafiken bleiben s/w! Und damit ist ReportLab viel besser als SVGs, die nur den RGB-Farbraum in HTML-Notation kennen.
  • Das Wichtigste überhaupt: der Grafikalgorithmus ist nur noch einmal implementiert. Parallele Implementierungen sind Schnee von gestern. Die formatspezifische Umsetzung übernimmt Reportlab. Unsere Entwickler können sich voll auf ihr Grafik-Know-How konzentrieren.
  • Zukünftig sind weitere Nutzen aus dem ReportLab-Einsatz zu erwarten. Denkbar ist, dass wir die Web-Vorschau auf PNGs umstellen, die jeder Browser nativ, sogar ohne PDF-Viewer beherrscht. Und für die Word-Ausgabe werden dann auf dem Server direkt TIFF erzeugt. Heute gehen wir noch den Umweg über Ghostscript.

Neugierig geworden? Schauen Sie doch auf unseren Know-How-Artikel: Wie erstelle ich Grafiken mit FondsDok?  Und diskutieren Sie mit mir, was Sie von unseren neuen Grafiken halten.

Saarbrücken, Oktober 2007

Roman Jansen-Winkeln


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FondsDok-Upgrade auf FrameMaker 8

Ein Quantensprung: Adobe verbessert FrameMaker unerwartet gut. FondsDok-Kunden danken es und profitieren davon.

by Roman Jansen-Winkeln posted at 2008-02-06 20:13 last modified 2008-02-08 16:20

FrameMakerUnicodeNach vielen Vertröstungen ist es wahr geworden: Adobe bringt die Version 8 des DTP-Programms FrameMaker heraus ... und es hat sich wirklich was getan.  Und da FrameMaker die strategische DTP-Ergänzung zu FondsDok ist, wird auch bei FondsDok manches einfacher.

Endlich Unicode und OpenType

FrameMaker 8 kann endlich echtes Unicode.  Dieses Feature wird seit Jahren gefordert und nur noch wenige haben daran geglaubt.  Endlich kann FrameMaker ohne Krücken und Umwege State-of-the-Art XML-Dateien lesen und vollständig verarbeiten.

Vor allem bei Texten in osteuropäischen Sprachen wird jetzt vieles leichter.  FrameMaker verarbeitet jetzt UTF-8-OpenType-Schriften mit 32.000 Zeichen und nicht mehr nur die ersten 256 Zeichen. Gar nicht zu reden von den Tricks die man anwenden musste, um Hatscheks (háček) wie Ǎǎ, Čč, Ďď zu publizieren.

Bisher zog das FondsDok-Team alle Register seiner Customizing-Künste, damit wir osteuropäische Dokumente als High-Quality-Dokumente aufbereiten konnten.  Das wird mit FrameMaker 8 deutlich einfacher.  Viele Zeilen Programmcode, zusätzliche Spezial-Fonts und jede Menge Fehlerquellen: alles passé.  Mit FrameMaker 8 wird das Customizen CI-konformer Dokumente leichter, schneller, günstiger und besser.

Europäische Silbentrennung

Und weil man bei Adobe schon dabei war, hat man gleich die Unterstützung für jede Menge osteuropäischer Sprachen entdeckt. Was für ein Glück, dass diese Märkte nun endlich auch für amerikanische Softwarehersteller interessant werden ;-) .

Anlagepolitik mit Hatscheks

Tatsache ist: FrameMaker unterstützt die Rechtschreibung und Silbentrennung jetzt für sage und schreibe 26 Sprachen, darunter auch Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Dänisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Nynorsk, Finnisch, Katalanisch, Griechisch, Russisch, Tschechisch, Polnisch, Ungarisch, Türkisch, Slowakisch, Slowenisch, Bulgarisch, Kroatisch, Estnisch, Lettisch, Litauisch und Rumänisch. Und das sowohl mit 8-bit-Zeichen (ISO-8859) als auch mit Unicode (UTF-8).  Hinzu kommen natürlich die bekannten Mainstream-Sprachen und die Unterstützung für asiatische Sprachen.

Auch hier konnte FondsDok bisher mit viel Aufwand helfen.  Dabei wurde so manche Einstellung in FrameMaker verbogen, gerade um gute Trennungen in nord- und osteuropäischen Sprachen zu bekommen. Das wird jetzt viel leichter.


Erhalten bleiben natürlich die FondsDok-Funktionen, die sich bewährt haben.  So können Benutzer nach wie vor den letzten Schliff mit eigenen Wörterbüchern und Trennungstabellen herausholen.  Natürlich lassen sich diese Daten nach wie vor zentral im FondsDok/CMS pflegen und auf alle FrameMaker-Installationen verteilen.

Neugierig geworden?


Jede Menge Infos bietet die Homepage von Adobe, insbesondere konkrete Gründe für ein Update und eine guten Vergleich zwischen FrameMaker und InDesign.

Als uralte FrameMaker-Entwickler und -Nutzer - immerhin seit der legendären Fassung 5.5 aus dem Jahre 1991 - hat uns das neue Release überzeugt.  Totgesagte leben bekanntlich länger. Eine Binsenweisheit, die sich bei FrameMaker 8 augenfällig bestätigt.

Februar 2008
Roman Jansen-Winkeln

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